Rasen aerifizierenSchwere, lehmige Böden verdichten leicht.  Die Folge sind Staunässe, Moosbildung, Sauerstoffmangel und dadurch teils große Lücken im Rasen. Die Mikroorganismen im Boden werden inaktiv und können den Gräsern und Pflanzen wichtige Nährstoffe nicht mehr erschließen.

Um dem Boden wieder Leben einzuhauchen und die Rasenwurzeln mit Sauerstoff zu versorgen, wird die Rasenfläche belüftet (nicht zu verwechseln mit dem vertikutieren!).

Für den Hausgarten gibt es Belüftungsmaschinen, die ca, 60-100 etwa fingerdicke Löcher aus dem Boden stanzen und die Erde auswerfen (mit sog. Hohlspoons). So wird die verdichtete Oberflächenschicht durchbrochen und die Wurzeln werden wieder mit Sauerstoff versorgt.

Rasen belüften

Die Kleinlebewesen verschließen diese Löcher wieder binnen weniger Tage. Dennoch wird der Boden durch die Belüftung nachhaltig gelockert. Der Boden wird aktiver und die Gräser atmen sichtbar auf. 

Natürlich wird der Erdauswurf abgeharkt. Für einen dauerhaften Erfolg dieser Arbeiten empfehlen wir, je nach Bodenart ca. 4-6 Liter Sand je qm in der Körnung 0-2mm auszubringen und einzuarbeiten. Der Sand ist also „Platzhalter“ für die Sauerstoffversorgung. So wirkt das Aerifizieren nachhaltiger als ohne Besandung. Um die Arbeit des einkehrens zu vereinfachen, mähen wir vor den Arbeiten den Rasen ausnahmsweise mal auf 3cm herunter.

Rasen aerifizieren 2

Diese Art der Belüftung ist beschränkt auf ca. 6cm Arbeitstiefe. In den meisten Fällen ist dies ausreichend. Bei tieferen Verdichtungen schwerer Böden können nur noch schwere Maschinen eingesetzt werden.

Viel Erfolg!