Richtige Bodenvorbereitung für den Garten

Damit Sie auch langfristig Freude an Ihrem Garten haben, ist eine gründliche Bodenvorbereitung die wichtigste Vorarbeit. Worauf kommt es an?


BodenvorbereitungDer Ideale Boden ist leichter, gut durchlüfteter, lehmiger Sand. Er kann begrenzt Wasser und Nährstoffe halten und klebt andererseits nicht an den Schuhen, wenn er nass ist.

Schwere Böden (Lehm, Ton) sind potentiell sehr fruchtbar, aber gleichzeitig problematisch bei der praktischen Arbeit: Sie verdichten sehr leicht. Schon ein Betreten bei Regen verdichtet die Oberschicht und behindert die notwendige Durchlüftung.
Ganz schlimm ist es, wenn solche Böden bei nasser Witterung mit schweren Baumaschinen planiert werden. Das schädigt den Boden nachhaltig. In schweren, stark verdichteten Böden kann kaum etwas gedeihen.

Bodenvorbereitung 2Schwere Böden können Wasser und Nährstoffe an sich binden und bei Bedarf an die Pflanze abgeben. Der Fachmann spricht von einem guten Pufferverhalten.

Fazit: bei Regen und nassen Böden keine Gartenarbeit. Verbesserung bringt 1-2cm Sand (1-2 m3 je 100 m2).

 

Leichte, sandige Böden hingegen können bei jedem Wetter bearbeitet und betreten werden. Staunässe gibt es nicht. Aber sie haben kaum Puffermöglichkeiten. Der Boden kann kein Wasser und keine Nährstoffe binden.
Nährsalze, die die Pflanze nicht gleich aufnimmt, werden ungenutzt in den Unterboden und schließlich ins Grundwasser gespült. Bei Trockenheit trocknet der Boden schnell aus.

Bodenvorbereitung 3Fazit: Um sandigen Böden „Substanz“ in Form von Tonmineralen zu geben, empfehle ich 200-500g je m2 Bentonit. Es erhöht Wasser- und Nährstoffhaltekraft. Wenn es auch an organischer Substanz mangelt, 2-4cm hoch Kompost aufbringen (je 100 m2  2-4 m3) und ca. 10cm tief einarbeiten. Die säuernde Wirkung von Kompost können Sie -nötigenfalls- durch Gartenkalk neutralisieren.

Beim Grobplanum sind mir zwei Fakten wichtig:

Auf unnötigen, schweren Maschineneinsatz verzichten. Lieber in kleinen Hausgärten mehr von Hand gearbeitet. Das schützt den Boden! Nassen, schweren Boden nie befahren.

Ich „spiele“ gerne mit dem Gelände, möchte ein harmonisch bewegtes Gelände modellieren. Das scheint mir attraktiver als eine brettebene Fläche.

Bodenvorbereitung 4Eine sparsame Starterdüngung mit 20-40g je m2 (je nach Bodenart) N-betonten Dauerdünger reicht zur Rasensaat völlig aus.

Achten Sie auch auf den PH-Wert. Rasen gedeiht am besten im schwach sauren Bereich, also bei PH 5,6-6,5. Den PH-Wert messen Sie sehr einfach mit Lackmuspapier (in Apotheken), das Sie in die feuchte Erde drücken.

Ausführliche Infos in der Rasenfibel