Beispiel eines sehr einfach gehaltenen Baumkatasters, erstellt mit einem Tabellenkalkulations-Programm, z.B. für kleine Kommunen, Wohnbau-Gesellschaften usw.

Baumliste-beispiel

Block

Unterteilung z.B. nach Straßen, oder örtlich leicht abzugrenzenden Regionen.

Je feiner diese Blocks ausgewießen sind, umso übersichtlicher kann man später beim Verarbeiten der Daten darauf zurückgreifen.

Baum Nr.

Eine Nummerierung der Bäume ist bei größeren Beständen sinnvoll. Allerdings heißt das nicht zwangsläufug, dass die Nummer auch am Baum angebracht werden muss.

Wichtig ist eine zweifelsfreie Identifizierung und die ist .z.B auch mit GPS-gestützter GIS-Software, oft auch mit genauer Standortbeschreibung möglich.

Standortangabe

Sind Nummern am Baum vorhanden, dann genügt eine einfache Angabe z.B. der Straße oder der Grünanlage.  Fehlen die Nummern, Ist eine detaillierte Standortbeschreibung notwendig oder gar die Satelliten-gestützte  Lokalisierung.

Baumart

Ob die botanische oder deutsche Namen eingetragen werden, spielt keine Rolle. In der Praxis werden ohnehin Fachleute mit dieser Liste arbeiten. Falls Verwaltungsangestelle mit dieser Liste arbeiten, wären deutsche Namen sicher sinnvoller.

Vitalität

0 gesund 0-10%;  1 leicht geschädigt. 10-25%; 2 Stark geschädigt25-60%; 3 sehr stark geschädigt bzw. absterbend 60-90%; 4 Totbaum 90-100%

Schäden

in der obersten Zeile der Tabelle steht die Kurzlegende, die für Schäden, wie auch für die Maßnahmen gilt.
T-Totholz entfernen, b-Baumfremden Bewuchs entfernen, l-Lichtraumprofil frei schneiden, s-Stamm-oder Stockaustriebe entfernen , k(t)e-Kronen(teil)einkürzung,
ks-Kronensicherung, br-Windbruch nacharbeiten,  e-Erziehungsschnitt, eu-Eingehende Untersuchung, f-Fällung.

Maßnahmen

Die Abkürzungen wie oben beschrieben, gelten auch hier. Allerdings macht nicht jeder Schaden zwingend eine Maßnahme notwendig. Totholz in einer schwer zugänglichen Grünanlage oder im Außenbereich abseits von Wegen kann durchaus im Einzelfall auch mal belassen werden. Eine Wunde ohne besonderen Befund wird bei den Schäden zwar erfasst, sofern dies sicherheitsrelevant ist, erfordert aber u.U. keine Maßnahme.

Dringlichkeit

Hier gibt es keine allgemein verbindliche Regel. Meine Einteilung orientiert sich an der Praxis:

1= sofort (Gefahr in Verzug, mit telefonischer Mitteilung)

2= dringend (mögl. binnen 3 Wochen)

3= möglichst zeitnahe Durchführung, ohne konkrete Vorgaben

Verwaltungscode

Hier kann die Verwaltung nach internen Bedürfnissen sortieren. So hat sich in der Praxis z.B. die Differenzierung  zwischen „Fremdvergabe“ und „Ausführung durch den Bauhof“ bewährt. Denkbar ist auch eine Einteilung nach Arbeits- intensität oder notwendigem, technischen Gerät (Hubarbeitsbühne). Dies wird als Zahlencode festgehalten. Im Idealfall kennt der Kontrolleur die Möglichkeiten des Bauhofes und kann diese Einteilung bereits bei der Kontrolle eintragen.

Baumdaten

Die Baumdaten sind nicht weiter erklärungsbedürftig: Höhe, Kronenbreite, Stammummfang und geschätztes Alter sind die üblichen Basisdaten.

Datum und nächste Kontrolle

Neben dem Kontrolldatum ist  auch das Datum der Ausführung wichtig.

Zum Schluß noch der Zeitraum der nächsten Kontrolle. Dies ist besonders wichtig bei heterogenen Beständen, bei denen Bäume mit 3-jährigem und 1-jährigem Kontrollintervall vorhanden sind. Vom Schreibtisch aus ist dies ja nicht zu beurteilen. Für die Verwaltung ist es dann einfach, im Folgejahr eine Baumkontrolle nach ihrer Notwendigkeit durch setzen von Filtern in der Tabelle zu beauftragen.